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27.07.2015, 12:00 Uhr
5-Punkte-Programm für Flüchtlinge
MdB Huber fordert strategisches Vorgehen
Flüchtlingsströme werden auf Grund der Unterschiedlichkeit in Bezug auf die Fluchtursachen als sogenannte "mixed flows" dargestellt. Durch die Genfer Konvention sind jedoch nur Flüchtlinge aus Krisengebieten und nicht Wirtschafts- oder Armutsflüchtlinge geschützt.
 
 
  
MdB Huber entwirft 5-Punkte-Plan für Flüchtlinge

1.) Armutsflucht muss vor Ort bekämpft werden. Dazu bedarf es des Aufbaus von regionalen Märkten, z.B. in Afrika, der Unterstützung auf dem Bildungs- und Fachkräftesektor von außen und der Beratung bei der Analyse des eigenen Marktes im Sinne von Kooperationen mit Partnern im Binnenhandel.
 
2.) Krisenflüchtlinge werden - wie im Fall Syrien oder Irak - häufig von Nachbarländern oder solchen, welche deren Kulturkreis nahe sind, angenommen (z.B. Jordanien, Libanon).
Hier müssen über die internationale und multilaterale Hilfe im ausreichenden Masse Bildungs- und Beschäftigungsangebote zur Verfügung gestellt werden, denn auch da gibt es bereits Anwerbestrategien von IS.
 
3.) Statt über eine unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen zu spekulieren, sollten jene, die bereits hier sind, in den Arbeitsprozess integriert werden. Deswegen hatte ich letztes Jahr die Idee der dualen Bildung für Asylbewerber eingebracht. Wer bleiben kann, ist dadurch leichter integrierbar. Wer nicht, kann helfen, sein hier erworbenes Know-how im Aufbau des eigenen Landes einzusetzen.
 
4.) Die Vereinten Nationen müssen der EU- Strategie zur Verhinderung weiterer Schleuseraktivitäten im Mittelmeer zustimmen. Menschenhandel dient unter anderem auch der Finanzierung islamistischer Netzwerke.
 
5.) In den Ländern, aus denen Armutsflucht erfolgt, müsste die Bevölkerung durch Kampagnen über die Fluchtrisiken aufgeklärt werden. Auch aus Sicherheitsgründen sollten die Vereinten Nationen in den Ländern Nordafrikas Nationalität und Identität von Flüchtlingen feststellen!
 
In Europa: 40 Prozent der Asylsuchenden kommen aus dem Balkan. Das sind sichere Herkunftsländer.